Unsportliche Kinder als Problem für das Gesundheitswesen – Nicht mit Kneipp!

Mit dem Schulanfang kam in den letzten Tagen auch wieder Bewegung in die Diskussion rund um den Schul- und Vereinssport, an dem die Corona-Pandemie bisher alles andere als spurlos vorübergegangen ist. Infolgedessen hat auch der Bewegungsmangel, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, zugenommen. „Hier gilt es, alles daran zu setzen, um dem entgegenzuwirken“, betont Mag. Georg Jillich, Sportwissenschafter und Präsident des Österreichischen Kneippbundes, der sich gemeinsam mit vielen anderen Engagierten in der Kneipp-Bewegung auch für die Gesundheit der Kleinsten stark macht.

“Je früher der Grundstein für eine gesunde Lebensweise gelegt wird, desto besser!”

Mag. Georg Jillich, Präsident des Österreichischen Kneippbundes

Es ist nie zu früh, aktiv etwas für seine Gesundheit zu tun!

Wer denkt, dass das Kneippen nur etwas für die älteren Semester sei, der irrt gewaltig! In über 80 zertifizierten Kneipp-Kindergärten und Kneipp-Schulen zeigt sich nämlich, dass schon die Kleinsten mit Begeisterung kneippen und Freude an den verschiedensten Aktivitäten rund um die fünf Kneipp-Säulen Wasser, Heilkräuter, Ernährung, Bewegung und Lebensordnung haben, die dort im Kindergarten- bzw. Schulalltag fest verankert sind. „Da werden liebevoll Kräutergärten angelegt und gepflegt, gemeinsam mit den Kindern eine gesunde Jause zubereitet oder das Immunsystem beim Wassertreten gestärkt – die Kreativität in den Bildungseinrichtungen diesbezüglich ist dabei riesig und die Kinder werden auf spielerische Art und Weise an eine gesunde Lebensweise herangeführt“, freut sich Georg Jillich, denn: „Je früher der Grundstein für eine solche gelegt wird, desto besser!“

Natürlichen Bewegungsdrang nutzen und fördern

Kinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang. Da liegt es nahe, ihnen auch verschiedenste sportliche Aktivitäten und Bewegungsformen zu zeigen und zu ermöglichen, sie auszuprobieren lassen und sie zu animieren, rauszugehen auf den Spielplatz, mit Freunden zu toben und Spaß zu haben. „Die Vorbildwirkung der Erwachsenen darf dabei keinesfalls unterschätzt werden!“, erinnert der Kneippbund-Präsident, der als Vater einer kleinen Tochter weiß, worauf es ankommt, will man Kinder für gesundheitsfördernde Maßnahmen begeistern.

Kinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang – den gilt es, zu nutzen und zu fördern

Gesunde Rahmenbedingungen schaffen

Er betont vor allem auch die Wichtigkeit von entsprechenden Rahmenbedingungen seitens Politik und Gesellschaft. Der Österreichische Kneippbund trägt als größte ganzheitliche und gemeinnützige Gesundheitsbewegung des Landes mit über 30.000 Mitgliedern, sieben Landesverbänden und rund 200 Kneipp-Aktiv-Clubs in ganz Österreich wesentlich zur Gesundheitsförderung in unserem Land bei und prägt auch die Vereinskultur entscheidend mit, die eine unentbehrliche Grundsäule unserer Gesellschaft darstellt.

„Wir wollen dementsprechend Gehör und Beachtung finden, um uns weiterhin bestmöglich im Sinne der ganzheitlichen Gesundheitsförderung für die Bevölkerung einsetzen zu können!“

Georg Jillich