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Wer zur Ruhe kommen möchte, sollte einmal unsere 5-Minuten-Kneipprituale ausprobieren. Die 5 Säulen von Sebastian Kneipp geben mehr Energie und auch mehr Gelassenheit.
(c) Pixabay

Stressfrei durch den Tag: 5-Minuten-Kneipprituale

Jeden Morgen zur nächstgelegenen Kneipp-Anlage fahren, dort bei Regen und Kälte durchs Wasser waten und dann weiter zur Arbeit hetzen? Natürlich nicht. Kneipp gibt’s auch im praktischen Kleinformat für zuhause und unterwegs. Diese 5-Minuten-Kneipprituale können ganz nebenbei in den Alltag einfließen und geben uns eine kleine Extraportion an Energie und Gelassenheit.

Der kalte Knieguss

Beginnen wir mit dem Klassiker: dem kalten Knieguss. Es gibt eigentlich keine Ausrede, den kalten Knieguss nicht zu machen: Er lässt sich problemlos in der Dusche durchführen. Das kalte Wasser sollte zwischen 10 und 15 Grad haben. Der Wasserstrahl wird zunächst von der rechten kleinen Zehe langsam an der Außenseite des Beines hinauf bis zur Kniekehle geführt. Mit dem Strahl dreimal über die Kniekehle streichen und an der Innenseite des Unterschenkels wieder zurück nach unten ziehen. Nun wird das Gleiche auch auf der linken Seite gemacht – mit der Ergänzung, dass auch die rechte Kniekehle noch einmal dreimal kaltes Wasser abbekommen sollte.
Danach ist die Vorderseite der Beine dran: Wieder mit der rechten kleinen Zehe beginnen und diesmal den Strahl hinauf zur Kniescheibe gleiten lassen. Dreimal über die Kniescheibe ziehen und den Strahl an der Innenseite des Beins wieder nach unten führen. Das Gleiche auch links machen und auch diesmal wieder zusätzlich den Strahl über der rechten Kniescheibe dreimal hin und her schwenken. An der linken Bein-Innenseite wieder hinabgehen und zuletzt noch die Fußsohlen mit kaltem Wasser begießen.
Wichtig: Der kalte Knieguss sollte nur durchgeführt werden, wenn man warme Füße hat, nicht fröstelt und generell gesund ist. Dann bewirkt das kleine Kneippritual wahre Wunder: Es verbessert die Durchblutung der Beine, kann Kopfschmerzen lindern, stärkt das Immunsystem und wirkt beruhigend und ausgleichend. Abends durchgeführt, kann der kalte Knieguss das Einschlafen erleichtern. Nach den erfrischenden Momenten sollte man die Füße in warme Socken hüllen oder sich durch Bewegung wieder aufwärmen.

Barfuß-Zeit einlegen

Unsere Füße werden die meiste Zeit weggesperrt – dadurch fehlen unserem Körper aber wichtige Sinneseindrücke. Daher legen wir täglich 5 Minuten Barfußzeit ein, in der wir aber nicht einfach nur ohne Socken am glatten Küchenboden stehen und kochen, sondern unseren Füßen ein wenig Abwechslung bieten. Zumindest über Teppiche, Fliesen und Holzböden sollten wir gehen, im Idealfall auch über unebene Böden und durch die Natur. Unser Barfuß-Ritual tut übrigens nicht nur den Füßen, sondern unserem ganzen Körper gut: Das Gehen ohne Unterstützung trainiert unsere Fußmuskulatur, was wiederum für eine bessere Haltung sorgt. So können beispielsweise auch Hüft- und Rückenprobleme gelindert werden.

„Wer nicht jeden Tag etwas für seine Gesundheit aufbringt, muss eines Tages sehr viel Zeit für die Krankheit opfern.“ – Sebastian Kneipp

Mit einem Kräutertee in den Tag starten

Einmal ausprobieren: mit einem Kräutertee statt mit einem Kaffee in den Tag starten
(c) Pexels

Wie jetzt? Ohne Kaffee fit und energiegeladen in den Tag starten? Ja, der beliebte Wachmacher ist nämlich in der Tat tückisch. Zum einen werden wir noch müder, wenn die Wirkung des Koffeins nachlässt. Zum anderen benötigen wir durch den Gewöhnungseffekt immer größere Mengen, um den kurzfristigen Energiekick zu genießen. Und das wiederum führt dazu, dass wir durch zu viel Kaffeekonsum schlechter schlafen – ein Teufelskreis beginnt. Schließlich wollen wir die morgendliche Müdigkeit mit noch mehr Koffein ausgleichen. Lange Rede, kurzer Sinn: Statt zu Kaffee einfach morgens zum Kräutertee greifen! Der stimuliert sanft die Sinne, wirkt belebend und belastet den Körper nicht mit künstlichen Energiekicks.

Sich selbst belohnen

Es dauert nicht lange, hebt aber definitiv den Energielevel und fördert die Zufriedenheit: sich einmal am Tag selbst „Danke“ für alles zu sagen, was man tagtäglich leistet. Und das darf durchaus mit einer kleinen Belohnung einhergehen. Schließlich wusste schon Sebastian Kneipp, dass bewusstes Genießen zu mehr Lebensfreude führt. Also: 5 Minuten am Tag für sich selbst einplanen – und zum Beispiel ohne schlechtes Gewissen ein Stück edle Schokolade auf der Zunge zergehen, die Füße hochlagern und an nichts denken oder sich eine kleine Gesichtsmassage gönnen.

Bewusst atmen

Bei der Atmung in den Bauch am besten flach auf den Rücken legen und eine Hand auf den Bauch legen – so kann man die Atmung fühlen.
(c) Pexels

Atmen ist für uns eine Selbstverständlichkeit – und geschieht so nebenbei, dass wir oft gar nicht merken, dass wir oft „falsch“, nämlich nur flach in den Brustkorb, atmen. Deswegen nehmen wir uns ab sofort täglich 5 Minuten Zeit, um unserer Atmung bewusst Aufmerksamkeit zu schenken und tief in den Bauchraum zu atmen. Dazu eine Hand auf den Bauch legen und spüren, wie sich der Bauch beim Einatmen nach außen und beim Ausatmen wieder nach innen wölbt. Nach dem Einatmen (durch die Nase) kurz die Luft im Bauch halten, dann durch den Mund wieder ausatmen. Das Einatmen sollte dabei etwa halb so lang dauern wie das Ausatmen. Die Übung kann im Stehen, Sitzen oder Liegen durchgeführt werden und lässt sich ideal in den Alltag integrieren – etwa im Bus oder abends vor dem Einschlafen.

Die eigenen Zehenspitzen berühren

Die Übung kennen wir vielleicht noch aus Schulzeiten: aufrecht stehen und dann versuchen, die eigenen Zehenspitzen zu berühren, ohne die Knie abzuwinkeln. So manch einer erreicht dabei vielleicht nur das Knie oder den Knöchel – doch wer die Übung regelmäßig durchführt, bemerkt bald, dass er beweglicher wird. Und völlig egal, ob die Hände in der Luft baumeln oder die Handflächen den Boden berühren: In jeden Fall werden dabei das Hüftgelenk und die Wirbelsäule mobilisiert. Das Berühren der Zehenspitzen kann man mehrmals am Tag in den Alltag einfließen lassen – ohne Aufwand und jederzeit.

Frischluft tanken

Sebastian Kneipp hat dazu geraten, möglichst viel Zeit in reiner Luft zu verbringen – gemeint war damit aber nicht nur ein Ausflug ins Grüne, sondern auch ein Aufenthalt im Sonnenlicht. Mithilfe des UV-Lichts der Sonne kann der Körper das wichtige Vitamin D bilden, das u. a. für den Erhalt der Knochen und Zähne wichtig ist. Wie lange man sich der Sonneneinstrahlung aussetzen sollte, bis die Tagesdosis an Vitamin D gedeckt ist, hängt von verschiedensten Faktoren ab: Hauttyp, Uhrzeit, Jahreszeit, Kleidung etc. Fest steht aber: Ein Aufenthalt an der frischen Luft ist generell nie verkehrt (im Sommer Sonnenschutz beachten!). Für unser 5-Minuten-Kneippritual holen wir uns einen kleinen Frischluft-Kick direkt morgens nach dem Aufstehen, wenn die Luft noch kühl und klar ist: beispielsweise den Morgen-Tee am Balkon oder direkt vor dem offenen Fenster genießen (ja, das geht dick eingepackt auch im Winter!) oder auf dem Weg zur Arbeit einen kurzen Stopp am Waldrand/Park einlegen und sich für ein paar Minuten zwischen die Bäume stellen.

Die Natur tut uns gut – das wusste auch schon Sebastian Kneipp.
(c) Pexels

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