Jetzt kommt die Wildobstzeit. Keine Eile also, wir haben noch Zeit bis in den Winter hinein. Egal, wie holzig oder bitter: Aus Wildobst lassen sich heilkräftige Sirupe herstellen, die ein Jahr und länger haltbar sind. Dafür werden die Früchte geputzt, zerkleinert und mit derselben Menge Essig, der doppelten Menge Wasser und der dreifachen Menge Honig auf Sirupkonsistenz eingekocht. Danach abseihen, filtrieren und in eine Flasche füllen. Bei Bedarf einen Esslöffel davon in den Tee rühren. Oder – bei Beschwerden im Mund-Rachen-Bereich – einfach pur einnehmen und eine Weile im Mund behalten vor dem Schlucken. Hier meine liebsten Anwendungsbeispiele aus der Volksheilkunde:
- Schlehe: entzündungshemmend, blutreinigend, allgemein kräftigend
- Eberesche: immunstärkend, Darmtonikum, bei Harnwegsinfektionen, Husten, stärkt die Sehkraft
- Hagebutte: bei Erkältungen, Entzündungen, für Knorpelbildung, Venengesundheit, Mineralstoffaufnahme
- Berberitze: bei Erkältungen, Gallestau, Venen-, Durchblutungs- und Kreislaufproblemen, Myomen
- Weißdorn: für bessere Durchblutung des Herzens und seiner Herzkranzgefäße, bei „Altersherz“, Angststörungen (seit jeher mit dem Herzen assoziiert), niedrigem Blutdruck, Magenproblemen
- Wildapfel: bei Erkältungen, Fieber, zur Entwässerung, gut für die Verdauung







