Heute ist Welttag der Suizidprävention. Etwa alle sieben Stunden stirbt ein Mensch durch Suizid. Im Jahr 2024 starben in Österreich mehr als 1.200 Menschen durch Suizid – und ist damit einer der häufigsten Todesursachen bei Menschen bis zum 50. Lebensjahr, in der Altersgruppe 15 bis 34 Jahre sogar die zweithäufigste. Internationale Studien gehen davon aus, dass die Zahl der Suizidversuche zehn- bis dreißigmal so hoch ist, wie die Zahl der durch Suizid verstorbenen Personen. Auf Österreich übertragen entspräche dies rechnerisch rund 12.000 bis 37.000 Suizidversuchen pro Jahr. Während rund 80 Prozent der durch Suizid Verstorbenen Männer sind, unternehmen Frauen häufiger Suizidversuche als Männer. Die Sorge, durch die Frage nach Suizidgedanken eine suizidale Krise auszulösen oder zu verschärfen, ist wissenschaftlich nicht belegt. Ein offenes und einfühlsames Gespräch kann Betroffenen signalisieren, dass sie nicht allein sind und Unterstützung erhalten können. Darum ist ansprechen immer besser als schweigen! Gleichzeitig braucht es auch auf gesellschaftlicher Ebene einen offenen Umgang mit dem Thema. Enttabuisierung und Aufklärung helfen dabei, Warnsignale frühzeitig zu erkennen, Betroffene zu ermutigen, über ihre Krise zu sprechen und Unterstützungsangebote sichtbar zu machen.
Für Menschen, die sich in einer akuten Krise befinden oder sich um einen nahestehenden Menschen Sorgen, gibt es Hilfe. Erste Anlaufstellen können die Telefonseelsorge unter anderem die Telefonseelsorge unter 142, Rat auf Draht für Kinder und Jugendliche unter 147 sowie die Ö3-Kummernummer des Österreichischen Roten Kreuzes unter 116 123 sein.







