Wenn in Österreich Winter und es sehr kalt ist, zieht es viele nach Afrika oder ins südliche Asien. Aber Achtung: Gerade dort ist auch die Tollwut-Gefahr am höchsten! Weltweit sterben jährlich nach wie vor etwa 60.000 Menschen an Tollwut, zu 95 % in Afrika und Asien. Leider ist zu vermuten, dass die Dunkelziffer noch um einiges höher liegt, da es in vielen Ländern keine adäquate Überwachung gibt.
Übertragen wird die Erkrankung vor allem durch Hunde (99 %), aber auch Katzen und andere Säugetiere inklusive Fledermäuse. In Österreich ist die terrestrische Tollwut seit 2008 ausgerottet. Menschen waren hierzulande glücklicherweise schon länger – nämlich seit 1979 – nicht betroffen. 2004 wurde allerdings eine importierte Erkrankung registriert. Der 23-jährige ungeimpfte Mann, der im marokkanischen Agadir von einem Hund gebissen worden war, überlebte die Infektion nicht. Bis heute ist die Erkrankung, sobald einmal Symptome aufgetreten sind, zu 100 % tödlich.
Darum kann man am heutigen Welt-Tollwut-Tag nur betonen: Wer in ein Endemiegebiet fährt, sollte sich auf jeden Fall impfen lassen
. Bei Kontakt mit einem tollwutinfizierten Tier ist in den meisten Fällen allerdings trotz eines aufrechten Impfschutzes eine weitere aktive (nicht aber passive) Tollwutimpfung nötig. Das genaue Vorgehen sollte man im Einzelfall mit entsprechenden Expert:innen klären.







