Eine Demenz lässt sich nicht sicher verhindern – Alter und genetische Faktoren spielen eine Rolle. Aber das Risiko kann deutlich gesenkt bzw. der Beginn möglicherweise hinausgezögert werden. Die WHO schätzt, dass bis zu etwa 45 % des Demenzrisikos mit veränderbaren Faktoren zusammenhängen, vor allem den Lebensstil betreffend.
So geht’s:
- Regelmäßig bewegen: Ideal sind etwa 150–300 Minuten moderate Bewegung pro Woche, z. B. zügiges Gehen, Radfahren oder Schwimmen, plus Krafttraining an mindestens zwei Tagen.
- Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin im Blick behalten: Gerade Bluthochdruck und Diabetes schädigen langfristig die Gefäße und erhöhen auch das Demenzrisiko.
- Nicht rauchen und Alkohol möglichst wenig bzw. nicht gesundheitsschädlich konsumieren.
- Herzgesund essen: Viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Vollkorn, Nüsse und Fisch; weniger stark verarbeitete Lebensmittel und gesättigte Fette.
- Geistig aktiv bleiben: Lernen, Lesen, Musizieren, neue Fähigkeiten erwerben oder anspruchsvolle Hobbys sind sinnvoll. Auch soziale Kontakte sind wichtig.
- Hör- und Sehprobleme behandeln: Bei Hörverlust kann ein Hörgerät sinnvoll sein; auch unbehandelte Sehprobleme gehören zu den beeinflussbaren Risikofaktoren.
- Kopfverletzungen vermeiden: Beim Radfahren, Skifahren usw. beispielsweise einen Helm tragen.
- Auf Gewicht und Schlaf achten: Übergewicht im mittleren Lebensalter und schlechter Schlaf werden ebenfalls mit erhöhtem Risiko in Verbindung gebracht.







