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Die Palmfarne sind die ältesten, heute noch existierenden nacktsamigen Pflanzen (Foto: Mikita Yo/pexels.com).
Die Palmfarne sind die ältesten, heute noch existierenden nacktsamigen Pflanzen (Foto: Mikita Yo/pexels.com).

Palmfarne: Lebende Fossilien

Die Palmfarne sind die ältesten heute noch existierenden nacktsamigen Pflanzen – damit kann man sie zu Recht als „lebende Fossilien“ bezeichnen. Gemeinsam mit dem Ginkgo, der Ephedra-Verwandtschaft und den Nadelbäumen bilden sie die Verwandtschaftsgruppe der Nacktsamer.

In früheren Zeiten haben die Menschen die Palmfarne für Ernährungszwecke und für die Erzeugung von alkoholischen Getränken genutzt.

Die ersten Palmfarne entstanden im Perm-Zeitalter, vor 290 Millionen Jahren. Viele Vertreter aus dieser Gruppe sind bereits ausgestorben, heute gibt es weltweit nur noch an die 300 Arten. In den gemäßigten Breiten Europas gibt es keine wild wachsenden Palmfarne – die meisten Arten kommen heute auf der Südhalbkugel vor, wo sie bevorzugt Wald- und Savannenstandorte in tropischen und subtropischen Regionen besiedeln. Einige Palmfarne aus den Gattungen Cycas und Zamia werden im Mediterranraum als dekorative Gartenpflanzen oder bei uns als Zimmerpflanzen kultiviert.

Erzeugung von alkoholischen Getränken

Alle Vertreter der Palmfarne sind zweihäusig, dies bedeutet, dass ein Palmfarn entweder männliche oder weibliche Blüten ausbildet, die in Form von Zapfen am Ende des Sprosses zu finden sind. Den Transport des Pollens von den männlichen zu den weiblichen Zapfen übernehmen meist verschiedene Insekten. Nach einer erfolgreichen Bestäubung erfolgt die Befruchtung der Eizellen mit Hilfe von beweglichen Spermatozoiden. Bei der Samenreife bilden die äußeren Teile der Samenschale eine fleischige Schicht, die der Ausbreitung dient (mit Hilfe von Tieren). Von der Bestäubung bis zur erfolgreichen Befruchtung der Eizelle können mehrere Monate vergehen!

In früheren Zeiten haben die Menschen die Palmfarne für Ernährungszwecke und für die Erzeugung von alkoholischen Getränken genutzt. Dabei wurden die Speicherstärke in den Samen und im Mark der Stämme verwendet. Diese Nutzung war aber recht aufwändig, weil die Stärke zuerst durch mehrmalige Waschvorgänge von giftigen Alkaloiden und Aminosäuren gereinigt werden musste. Wenn dies nicht sorgfältig genug durchgeführt wurde, kam es immer wieder zu schlimmen akuten Vergiftungen und Langzeitschäden der Leber.

Eine solche Stärkenutzung wird derzeit kaum mehr durchgeführt. Immerhin werden an die zehn Arten der Palmfarne derzeit als Zierpflanzen kultiviert, wobei speziell die Gattung Zamia gerne z. B. für Büroräume verwendet wird.

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