Entspannt über die glatte Wasseroberfläche gleiten, dabei die Natur erfahren und die Umgebung beobachten – oder lieber im tobenden Wildwasser das Abenteuer suchen? Kanu fahren macht beides möglich. Und das nicht nur alleine, sondern auch gerne zu dritt oder zu viert.
Die richtige Wahl
Kanus kann man in Kajaks und Kanadier unterscheiden. Zwar werden beide mit einem Paddel „angetrieben“, sie eignen sich aber für unterschiedliche Wasserabenteuer.
- Kanadier sind nach oben offen und werden sitzend oder kniend mit einem Stechpaddel gefahren, meist von mehreren Personen. Deshalb werden sie auch gerne von Familien genutzt. Sie eignen sich auf Grund ihrer Größe gut für mehrtägige Reisen, da man einiges an Gepäck unterbringt. Auf ruhigeren Gewässern sind Kanadier kippstabiler als Kajaks und sie sind bequemer: Statt auf dem Boden mit fast ausgestreckten Beinen, sitzt man im Kanadier auf einer Sitzbank und kann dazwischen seine Position ändern, auch knien ist möglich.
- Kajak hingegen wird mit einem Doppelpaddel angetrieben, damit kann es auch gut von nur einer Person gesteuert werden. Im Vergleich zum Kanadier sitzt man tiefer und es ist durch den Spritzschutz quasi geschlossen. Es kommt so kein Wasser ins Boot und man kühlt nicht schnell aus, sollte es mal kälter sein. Kajaks sind schlanker gebaut und dadurch schneller. Sie sind wendiger und man kann in ihnen Hindernissen flinker ausweichen. Dafür muss beim Gepäck gespart werden. Kajaks gibt es als Einzel- oder Doppelsitzer.
Je nach Wahl der Kanuart und Form der Betätigung, variiert auch der Trainingseffekt der Wassersportart, erklärt Dr. Robert Fritz, Sportmediziner und Leiter der Sportmedizinischen Leistungsdiagnostik un†d Präventivmedizin in der Sportordination in Wien (sportordination.com). „Beim Kanufahren kann man selbst dosieren, wie intensiv das Training sein soll. Ob man etwa einen heimischen See gemütlich entlang paddelt oder fordernde Passagen im Wildwasser bewältigt.“
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