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Auch aufblasbare Kanus sind immer beliebter (Foto: Jaime Reimer/pexels.com).
Auch aufblasbare Kanus sind immer beliebter (Foto: Jaime Reimer/pexels.com).

Paddelträume im Wasserreich – Teil 2

Um sich bei Kanufahrten keinerlei Gefahr auszusetzen, sollte man nicht einfach lospaddeln. Denn auch, wenn es auf den ersten Blick nicht viel schwieriger wirkt als ein Schlauchboot zu steuern, ist zumindest ein Schnupperkurs zum Einstieg empfehlenswert. „Wer den Wassersport intensiver betreiben will, sollte auf jeden Fall einen passenden Kurs belegen“, betont Sportmediziner Dr. Robert Fritz. „Besonders, wenn man im Wildwasser fährt, ist es nicht ganz ungefährlich. Und auch, wie man sich mit einer sogenannten Eskimorolle nach dem Kentern wieder aufrichtet, will gelernt sein.“ Generell sollten Kajak- bzw. Kanu-Anfänger nur Strecken wählen, die ihrem Kraft- und Ausdauerniveau entsprechen. In punkto Strömungsverhältnisse sollte man bei Ortskundigen vor der Abfahrt Auskunft einholen.

Vorrausetzung für Kanufahren ist auf jeden Fall, schwimmen zu können. Eine Schwimmweste sollte zusätzlich getragen werden. Ausüben kann den beliebten Wassersport eigentlich jeder, nur Personen mit Rückenproblemen sollten aufpassen. Dr. Fritz: „Vor allem der untere Rücken wird stark beansprucht. Das ist natürlich gut, weil es ein Training für diesen Körperbereich ist, allerdings kann es auch schnell zu Überlastungen kommen. Deshalb sollten Menschen mit Bandscheiben- oder anderen Rückenproblemen die Muskulatur vorher aufbauen und trainieren.“

Oberkörper wird gefordert

Konkret wird durch die Bewegung beim Paddeln, bei der man die Kraft am Paddel über den Rumpf auf das Boot überträgt, der Rücken beansprucht. „Dabei muss die Core-Muskulatur stabil bleiben, so wird ebenfalls die Körpermitte trainiert, zudem Arme und Schultern.“ Professionelle Kajakfahrer trainieren deshalb auch außerhalb des Wassers im Kraftraum Rücken- und Rumpfmuskulatur sowie die Schultern. Aber auch für Laien gilt: Damit das Paddel mit ausreichend Kraft bewegt werden kann, ist regelmäßiges Training hilfreich. Um die Kondition zu verbessern, eignen sich Übungen wie Liegestütze.

„Auch, wenn Kanu fahren per Definition kein Muskelwachstumstraining ist, können durch die regelmäßige Bewegung die Muskeln gekräftigt werden. Wer also nicht sehr fit ist, sollte es anfangs locker angehen, die Dauer langsam steigern und dazwischen Ruhetage einlegen, damit die Muskeln sich an den neuen Reiz gewöhnen“, empfiehlt der Sportmediziner. Mit der richtigen Technik sei zudem eine Überbeanspruchung von Schultern und Handgelenken beim Paddeln vermeidbar.

Ausdauer und Kordination

Kanu fahren ist auch ein aerobes Training, da es – bei stärkerer Beanspruchung – das Herz auf Touren bringt. „Wer locker eine längere Strecke paddelt, absolviert ein niedrig intensives Grundlagenausdauertraining. Steigert man das Tempo und paddelt kraftvoller, ist es wie ein hoch intensives Training. Die Kombination aus beidem trainiert dann effektiv das Herz-Kreislauf-System sowie die Kraftausdauer“, skizziert Dr. Fritz die Bandbreite. Zudem werden Gleichgewicht und vor allem Koordination beim Paddeln gefördert. Einerseits müsse im Kanu mit dem Oberkörper und den Beinen die Balance gehalten werden. „Andererseits schult der regelmäßige Bewegungsablauf von beispielsweise zweimal rechts und zweimal links mit dem Paddel ins Wasser stechen, die Koordination sehr gut.“ Nicht zuletzt wirkt sich dieser Wassersport positiv auf Seele und Geist aus. Das Geräusch des Wassers, die Nähe zur Natur und der Blick in die weite Landschaft inklusive neuer Perspektiven vom Wasser aus entspannen und entstressen. Viele Gründe also, diesen Sommer mal eine Kanutour auszuprobieren.

Lesen Sie auch: Paddelträume im Wasserreich – Teil 1

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