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Kneipp Motivation

Motiviert ins neue Jahr

“Ich würde ja wirklich gerne, kann aber leider nicht …”

“Mehr Sport und mehr Bewegung” steht bei sehr vielen von uns ganz weit oben auf der Liste der guten Vorsätze fürs neue Jahr. So wissen wir doch eigentlich alle, dass es unserer Gesundheit höchst zuträglich wäre, wenn wir uns ausreichend bewegen würden. Und doch fällt es uns dann oft schwer, uns tatsächlich aufzuraffen und aktiv zu sein. Wenn es darum geht, Ausreden zu finden, um etwas doch nicht machen zu müssen, dann sind wir sehr kreativ: das Wetter, Zeitmangel, die fehlende Ausrüstung und so weiter und so fort …

Wir haben ein paar Tipps zur Selbstmotivation zusammengestellt, die helfen sollen, den inneren Schweinehund zu überwinden und mehr Bewegung in den Alltag zu bringen.

– Ein persönliches Motiv finden

Ganz zu Beginn sollte man sich die Frage stellen, warum Sport und Bewegung für einen selbst wichtig und erstrebenswert sind. Dabei muss besonders an die persönlichen Bedürfnisse gedacht werden (z.B. “Ich möchte auch in Zukunft noch mit meinen (Enkel-)Kindern spielen können, ohne dabei außer Atem zu kommen.”) und nicht an allgemein gültige Dinge (“Ich muss mich bewegen, weil es gesund ist.”). Ersteres motiviert natürlich weit mehr – der eigene Antrieb zählt und steigert auch die Erfolgsaussichten!

– Die richtige Sportart bzw. Bewegungsform wählen

Dinge, die Spaß machen und Freude bereiten, macht man einfach lieber! Finden Sie heraus, welche Art der Bewegung zu Ihnen passt und Ihnen Freude macht. Denken Sie dabei an Ihre Vorlieben und bauen Sie ggf. auf bereits funktionierende Strukturen und Rituale auf. Wichtig ist es, sich bei der Wahl der Sportart nicht selbst zu überschätzen. Auch sollte nicht sofort viel Geld in teure Ausrüstung investiert werden.

– “Ausreden-Killer”

Wie bereits erwähnt gibt es unzählige Dinge, die uns davon abhalten können, Sport zu treiben und uns zu bewegen, selbst dann, wenn wir etwas gefunden haben, das wir gerne machen. Holten Sie sich ein Blatt Papier und notieren Sie darauf Ihre häufigsten Ausreden: Fenster putzen, Facebook-Status aktualisieren und -Beiträge liken, Wäsche waschen, E-Mails checken … Dann schreiben Sie rot und dick “AUSREDEN” darauf. Hängen Sie das Blatt an einem gut sichtbaren Platz auf, und wenn Ihnen dann vorm Sport einfällt, was noch Dringendes zu erledigen ist, werfen Sie einen Blick auf die Ausreden-Liste. Sollte die aktuelle Sache wider Erwarten noch nicht draufstehen, am besten sofort ergänzen und dann rein in die Sportsachen und los geht’s … 🙂

– Trainingspartner als Motivationshilfe

Auch Trainingspartner können eine wertvolle Motivationshilfe sein. Überlegen Sie sich, ob es jemanden gibt, der mit Ihnen gemeinsam Sport treiben kann und möchte. Meist ist es zu zweit lustiger und man kann sich unterhalten und gegenseitig aufbauen. Auch die Zeit vergeht dann schneller.

– (Realistische) Ziele setzen

Für die Motivation und fürs Dranbleiben ist es wichtig, sich Ziele zu setzen. Diese müssen jedoch nicht nur messbar, sondern auch angemessen und erreichbar sein. Falsche Ziele können genau das Gegenteil bewirken. Wenn man nicht genau weiß, welche Ziele man sich setzen kann, macht es Sinn, sich Unterstützung von erfahrenen Trainern oder Sportwissenschaftern zu holen, um richtig zu starten.

– DURCHHALTEN – gerade am Anfang!

Der Körper braucht einen gewissen Zeitraum, um sich an die neue Situation bzw. ans Training zu gewöhnen und sich auf mehr Bewegung einzustellen. Bei Sportanfängern sind das etwa 8 bis 12 Wochen. Behalten Sie diesen Zeitraum im Hinterkopf. Wenn es einmal ganz schlecht um Ihre Motivation bestellt ist, halten Sie durch und machen Sie weiter! Nach einiger Zeit werden Sie merken, dass der Körper nach mehr Bewegung verlangt und es immer einfacher wird, sich zu motivieren.

– Möglichst einfach und so unkompliziert wie möglich

Die Sporttasche packen, das Rad aufpumpen, den Termin mit dem Partner koordinieren, einen Platz reservieren, die Trinkflasche befüllen … Für die Motivation zum Sport ist es alles andere als förderlich, wenn kurz davor noch unzählige Kleinigkeiten zu erledigen sind. Bereiten Sie bereits am Vorabend alles vor, wenn ihr Sie sich vorgenommen haben, Sport zu treiben, damit Sie dann nur mehr Ihre Sachen schnappen brauchen und loslegen können …

– Ein Plan gegen Zeitmangel

Zeit ist ein knappes Gut und sollte gut eingeteilt werden. Damit Sport und Bewegung nicht zu kurz kommen, kann man fixe Termine für Bewegungseinheiten einplanen. Und nicht zu vergessen: Auch Wege des Alltags können für Bewegungseinheiten genutzt werden. So kann man beispielsweise das Fahrrad für den Arbeitsweg verwenden und damit effektiv Zeit einsparen. Dazu ein kleines Rechenbeispiel: Braucht jemand mit dem Auto 15 Minuten zur Arbeit, macht das hin und zurück eine halbe Stunde pro Tag, in der er nur sitzt. Fährt er mit dem Rad und braucht für einen Weg 30 Minuten, ist das zwar doppelt so lange, aber am Ende des Tages hat er bereits eine Stunde Bewegung gemacht. Der zusätzliche Zeitaufwand liegt somit bei nur 30 Minuten, denn wenn er mit dem Auto unterwegs ist und noch auf eine Stunde Bewegung kommen möchte, braucht er insgesamt 90 Minuten.

– Belohnung als Balsam für die Seele

Viele Menschen lassen sich durch Belohnung motivieren. Gehört man selbst dazu, kann man das auch nutzen und sich selbst Belohnungen für erfüllte Aufgaben in Aussicht stellen (z.B. ein entspanntes Bad, einen Film oder ein gutes Essen). Schreiben Sie auf, womit Sie sich wofür belohnen werden und ganz wichtig: Halten Sie sich daran und betrügen Sie sich nicht um Ihre Belohnung!

– Das große Ganze im Auge behalten!

Behalten Sie nicht nur die aktuelle Aufgabe, sondern immer auch das Gesamtziel bzw. Ihr ganz persönliches Motiv im Blickfeld, das Sie sich zu Beginn gesetzt habt. Das stärkt das Selbstbewusstsein und das Wissen, dass der persönliche Einsatz für das eigene Ziel unerlässlich ist!

“Freude an der Bewegung, das gute Gefühl nach dem Sport – darum muss es gehen!”

Georg Jillich, Sportwissenschafter und Präsident des Österreichischen Kneippbundes

Kneipp motiviert …

Unsere rund 200 Kneipp Aktiv-Clubs in ganz Österreich bieten umfangreiche und vielseitige Gesundheits- und Aktiv-Programme an! Gemeinsam mit Gleichgesinnten macht Bewegung noch mehr Spaß! Außerdem finden Kneipp-Mitglieder in unserem Gesundheitsmagazin “Kneipp BEWEGT” regelmäßig viele wertvolle Tipps und Infos rund ums Thema Gesundheit. Informieren Sie sich auf unserer Homepage oder kontaktieren Sie uns für nähere Informationen unter office@kneippbund.at oder telefonisch unter 03842 / 21718.

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Dem Österreichischen Kneippbund gehören heute mehr als 30.000 Mitglieder an, denen in rund 200 Kneipp Aktiv-Clubs ein vielfältiges Gesundheitsprogramm angeboten wird. Regelmäßig erscheint zudem die Kneipp-Zeitschrift – mit vielen praktischen Tipps für mehr Gesundheit im Alltag.

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