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Etwa ein Drittel unserer Nahrung ist von der Bestäubung durch Bienen abhängig.(Foto: Jiří Mikoláš/pexels.com).
Etwa ein Drittel unserer Nahrung ist von der Bestäubung durch Bienen abhängig.(Foto: Jiří Mikoláš/pexels.com).

Kleine Flügel, große Wirkung

Es gibt den berühmten Spruch, der Albert Einstein zugeschrieben wird: „Stirbt die Biene, stirbt der Mensch.“ Ist das tatsächlich so? Ein Aussterben der Bienen hätte auf jeden Fall fatale Folgen. US-Forscher haben berechnet, dass die mit den Ernteausfällen verbundene Mangelernährung zu 1,42 Millionen zusätzlichen Todesfällen pro Jahr führen könnte. Der wichtigste Beitrag der Bienen für Natur und Landwirtschaft ist die Bestäubung von Pflanzen. Wenn sie von Blüte zu Blüte fliegen, bleibt Pollen an ihrem Körper kleben und wird auf andere Pflanzen übertragen. Dadurch können diese Früchte und Samen bilden. Viele Lebensmittel wie Äpfel, Kirschen, Erdbeeren oder Gurken sind darauf angewiesen. Insgesamt hängt etwa ein Drittel unserer Nahrung von der Bestäubung durch Bienen ab. Gleichzeitig werden auch viele Wildpflanzen bestäubt, was dafür sorgt, dass ganze Ökosysteme funktionieren und viele Tierarten Lebensraum und Nahrung finden.

700 Arten und der Klimawandel

Bei uns gibt es über 700 Arten von Bienen, die zumeist solitär, also nicht in Völkern, leben. Ein Honigbienenvolk hingegen ist eine perfekt organisierte Gemeinschaft mit oft 20.000 bis 60.000 Tieren. Im Mittelpunkt steht die Königin, die bis zu 2.000 Eier pro Tag legen kann. Die meisten Bienen im Stock sind Arbeiterinnen. Sie sammeln Nektar und Pollen, bauen Waben, pflegen die Larven, produzieren Honig, reinigen den Stock und verteidigen ihn. Die männlichen Drohnen haben vor allem eine Aufgabe – eine Königin zu begatten. Danach sterben sie. In vielen Regionen gehen die Bestände an Bienen dramatisch zurück. Ursachen sind Pestizide in der Landwirtschaft, Verlust von Lebensraum und Nahrungsmangel durch Monokulturen. Zusätzlich hat der Klimawandel negative Auswirkungen, weil sich Blütezeiten verändern und das Nahrungsangebot für Bienen unregelmäßiger wird. Jeder Einzelne kann dazu beitragen, die Tiere zu schützen! Schon ein Balkon oder kleiner Garten kann helfen.

Wer bienenfreundliche Pflanzen wie Lavendel, Sonnenblumen oder Wildblumen anbaut, stellt wichtige Nahrung zur Verfügung. Auch Insektenhotels bieten Unterstützung. Städte und Gemeinden können mehr Blühflächen anlegen und auf Pestizide sowie zu starken Rasenschnitt in Parks verzichten. Begrünte Dächer oder Blumen auf Verkehrsinseln helfen den Tieren ebenfalls. Außerdem sollte die Umweltbildung in Schulen gefördert werden. Es ist wichtig, dass sowohl Politik und Landwirtschaft als auch einzelne Menschen gezielte Maßnahmen ergreifen, um Bienen zu schützen. Nur so kann sichergestellt werden, dass sie in Zukunft ihre wichtige Rolle in unserem Ökosystem erfüllen können.

Mehr Infos: bienenstand.at

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