Extreme Hitzeperioden werden immer öfter zur Normalität und wirken sich stark negativ auf Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden aus. Für einige Bevölkerungsgruppen bringen heiße Tage mit über 30 °C sogar ein deutlich hohes Risiko für Überhitzung. Dazu gehören Babys, Kinder und ältere Menschen, genauso wie chronisch Kranke. Aber auch für Menschen, die sich längere Zeit im Freien aufhalten, wie Arbeitende auf Baustellen, in der Landwirtschaft oder sportlich Aktive, sollten Belastungen durch hohe Temperaturen nicht unterschätzen. Typische Symptome: Mattigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme. Aber auch mental ist Hitze purer Stress für uns.
Trinken: Bevor der Durst kommt
Bei hohen Temperaturen ist Trinken daher die erste und wichtigste Maßnahme. Am besten Wasserkrug, Teekanne oder Trinkflasche immer gut sichtbar und in Greifnähe haben. Drei bis viermal pro Stunde einige Schlucke, über den Tag verteilt, sind ein guter Richtwert. Dabei können an heißen Tagen locker drei bis vier Liter zusammenkommen. Übrigens zeigt eine helle Urinfarbe eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr an.
- Kalt oder warm? Kalte Getränke sind zwar erfrischend, aber nicht optimal, da sie den Magen reizen. Gleichzeitig wandelt sich das kurze Gefühl der Abkühlung rasch in eine Wiedererwärmung des Körpers. Besser ist, Getränke bei Zimmertemperatur oder sogar lauwarm zu sich zu nehmen.
- Sparsam. Alkohol, Kaffee, Eistee, Limonaden, Energydrinks, pure Fruchtsäfte sowie Milchmischgetränke sollten an heißen Tagen nur in kleinen Mengen konsumiert werden. Alkohol und Kaffee können dehydrieren und den Kreislauf zusätzlich belasten. Alles Zuckerreiche reduziert durch seine osmotischen Kräfte die Wasseraufnahme im Darm.
- Ayran, Lassi und Molke. Obwohl Milch kein Getränk ist, sondern zu den Nahrungsmitteln zählt, kann Gesäuertes wie Joghurt, Sauermilch und Kefir mit Wasser verdünnt (mind. 1:3) eine gute Erfrischung sein und den Körper gleichzeitig mit Eiweiß versorgen. Traditionelles aus heißen Regionen, z. B. Ayran (ein leicht gesalzenes Getränk auf Joghurtbasis) oder das vom indischen Subkontinent stammende Lassi – pur oder mit Mangopüree verfeinerter Joghurtdrink – schmecken sogar ein wenig nach Urlaub. Aus heimischen Gefilden kennt man die beinahe fettfreie Buttermilch und die bei der Herstellung von Topfen und Käse anfallende Molke. Mit Frucht- oder Gemüsesäften gemischt, ergeben sich daraus erfrischende Sommerdrinks, die eine Mahlzeit ersetzen können.
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