- Der Sommer macht den Tee. Für einen selbstgemachten Eistee schmeckt Grüner Tee, aber auch Mate, angenehm grasig. Für koffeinfreie Varianten empfiehlt sich das leicht rauchige Aroma von Lapacho und Rooibusch. Geheimtipp: fermentierte Blätter von Brom-, Erd-, Him- und Johannisbeere, die man selbst herstellen kann. Ihre Aromen erinnern an Schwarztee mit einem Hauch Rose.
- Kräuter gegen Hitze. Eine klassisch kühlende Wirkung bieten Zitronenmelisse und alle Minzen. Sie können, wie auch Lavendel, bei leichtem Kopfweh Linderung verschaffen. Rosmarin hilft, den Kreislauf zu stabilisieren und Salbei reguliert übermäßiges Schwitzen. Ideal als Tee zubereitet oder einfach für einige Stunden in Wasser gelegt (Infused Water). Auch wilde Kräuter entfalten, besonders wenn sie blühen, einzigartige bitter-würzige Aromen. Bestens geeignet: Giersch, Gundelrebe, Brenn- und Taubnessel, Dost, Schafgarbe.
- Flotte Kompotte. Zur Abwechslung können auch Kompotte den Flüssigkeitsbedarf mitabdecken. Extrasauer – Weichsel, Ribisel, Stachelbeere, Kriecherl, Rhabarber – wirkt erfrischend. Kompott in Eiswürfelformen gefroren, ist im Wasserglas ein netter Hingucker und ein feines Aromatüpfelchen.
- Gerstenwasser hält jung. Ein ungewöhnlicher Tipp für heiße Tage ist „Barleywater“, ein traditionelles Getränk aus gekochter Gerste. Diese ist bekannt für ihren hohen Gehalt an Mineralien und Schleimstoffen. Im Sommer mit Zitrone genossen, ist Gerstenwasser ein Hit. Die britische Königin Elizabeth II. schwor übrigens auf ihr tägliches Glas. Zur Herstellung von einem Liter Gerstenwasser lässt man drei Esslöffel Rollgerste eine gute Stunde köcheln. Danach abgießen, mit Zitrone und etwas Süße verfeinern. Die durch Kochen freigesetzte Stärke liefert zusätzliche Energie. Gerstenwasser hält sich problemlos für einige Tage im Kühlschrank. Die weichen Körner kann man als Suppeneinlage weiterverwenden.
Essen: kleine Portionen entlasten
Eine goldene Regel bei Hitze lautet auch, die Essportionen klein zu halten. Denn je heißer das Wetter, desto träger unsere Verdauung. Der Gusto richtet sich intuitiv auf wasserreiche, leichte Speisen. Dazu zählen klare Suppen und Salate aller Art, mageres Fleisch und Fisch sowie frischer Käse und alle Arten von Gemüse, am besten leicht gedünstet, gegrillt, mariniert oder auch fermentiert.
- Kühlende Speisen. Bei Temperaturen von mehr als 30 °C sind Frittiertes, Nudeln mit deftigen Saucen und fette Mehlspeisen nicht das Richtige. Besser bereitet man kleine, einfache Gerichte – Eiernockerl, Getreide-Gemüsesalat, Carpaccio aus jungem Wurzelgemüse, Gemüse in Aspik oder Schafmischkäse in Essig und Öl. Als handliches Fingerfood sind Pizzen in kleinen Größen schnell für einen Badetag gebacken. Ideal fingerfertig: getoastete Pitta- und türkische Fladenbrote, die man beliebig befüllen kann – z.B. mit kurz angebratenen Pilzen, Melanzani oder würzigem Tofu. Tipp: Auch auf einem knackigen Salat neben einem Spiegelei gebettet, sind sie ein perfekter Sommerschmaus. Natürlich darf es auch ein gedämpftes Fischfilet mit jungen Petersilienkartoffeln oder kalte Räucherforelle sein. Alles schnell gemacht, leicht verdaulich und vielseitig variierbar.
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