Gesunder Rücken und Gartenarbeit?

Praktische Tipps zur ergonomischen Arbeit im Garten

Die Sonne scheint und die Gärten im ganzen Land blühen schon prächtig! Ein schöner Garten lädt aber nicht nur zum Verweilen ein und gibt den notwendigen Ausgleich zum Alltag, sondern ist leider oft auch Auslöser von Verspannungen und Rückenschmerzen.

Das „Garteln“ oder die Gartenarbeit zählt zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten des Landes. Ganz egal ob auf dem Balkon, im Schrebergarten oder vor dem eigenen Heim. Der eigene Garten dient oft als Spender von Kräutern, Obst und Gemüse oder einfach nur als Ruheoase. Die Idylle des Gartens wird jedoch leider nicht all zu selten durch unangenehme Rückenschmerzen gestört.

Die Arbeit im Garten bietet eine willkommene Abwechslung zum oftmals stressigen Alltag, kann aber auch körperliche Beschwerden verursachen.

Das Wort Gartenarbeit mach seinem Namen alle Ehre, und körperliche Arbeit kann, speziell bei ungünstigen Belastungen, den Rücken beeinträchtigen. Häufiges Bücken, das Heben schwerer Lasten und ungünstige Drehbewegungen beim Schaufeln oder Rächen gehören einfach zur Gartenarbeit. Mit folgenden Tipps können Sie Ihren Rücken entlasten und den Garten nach getaner Arbeit schmerzfrei genießen:

Heben und Tragen schwerer Lasten

Vermeiden Sie das Heben zu schwerer Lasten so gut wie möglich oder holen Sie sich Hilfe beim Nachbarn. Da dies nicht immer möglich ist, achten Sie bei hohen Belastungen immer darauf, den Rücken so „neutral“ (gerade) wie möglich zu lassen. Dies gelingt beispielsweise, wenn Sie versuchen, tief in die Knie zu gehen oder einen Ausfallschritt zu machen, bevor Sie das Gewicht anheben. Spannen Sie zusätzlich die Gesäß- und Bauchmuskulatur fest an. Somit unterstützen die Beine und die Rumpfmuskulatur die Hebearbeit und Sie schützen die Wirbelsäule. Schwere Lasten trägt man am besten möglichst nah am Körper.

Gartenarbeit wird als Ressource, aber auch oft als Belastung für die Gesundheit gesehen. Ergonomische Vorgehensweisen sind für langfristige Freude am Garten notwendig!

Mag. Georg Jillich

Hilfsmittel nutzen

So banal dieser Tipp auch klingt, wir wissen alle, dass sich der Weg in die Gartenhütte, etwa um die Scheibtruhe zu holen, oft scheinbar gar nicht auszahlt. „Es ist ja nur ein Sackerl Erde“. Doch, der Weg zahlt sich aus! Nutzen Sie bei jeder Gelegenheit die Hilfsmittel, die Ihnen zur Verfügung stehen. „Jedes Zuviel setzt an Stelle von Gesundheit Krankheit“. (Sebastian Kneipp). Selbst vermeintlich kurze schwere Belastungen summieren sich im Laufe des Lebens und jede Überbelastung kann schmerzhafte Konsequenzen nach sich ziehen.

Ein praktischer Helfer im Garten – nicht nur bei schweren Lasten.

Ausgleich und Abwechslung

Einseitige Belastungen führen bekanntlich auch zu erhöhten Belastungen. Versuchen Sie, beide Körperseiten bei der Arbeit zu nutzen. Dies ist nicht nur gut zur Belastungsverteilung, sondern fördert auch die Koordination. Legen Sie regelmäßig Pausen ein und teilen Sie die Arbeiten gleichmäßig auf. So ist es ratsam, nicht gleich den ganzen Garten händisch umzugraben, sondern in Etappen zu arbeiten und dazwischen leichtere Tätigkeiten einzubauen.

Rahmenbedingungen schaffen

Gärten werden in der Regel für einen längeren Zeitraum angelegt. Bedenken Sie bereits in der Planung die notwendigen „Instandhaltungsarbeiten“. Versuchen Sie, häufig wiederkehrende Tätigkeiten ergonomisch günstig zu gestalten. Legen Sie beispielsweise Hochbeete an oder organisieren Sie einen kleinen Hocker für Arbeiten in Bodennähe.

Auf den eigenen Körper hören

Wir wissen, dass Gartenarbeit mit Achtsamkeit für die Natur und die Pflanzen die Grundvoraussetzung für einen schönen Garten sind. Dabei sollten Sie aber nicht die Achtsamkeit für den eigenen Körper vergessen. Hören Sie auf die Signale Ihres Körpers und beachten Sie Bewegungsabläufe. Treten die Schmerzen immer nach einer bestimmten Tätigkeit auf, ist das ein sicheres Zeichen, dass die Bewegungsabläufe bei dieser Tätigkeit einmal genau betrachtet werden sollten. Oft sind nur kleine Änderungen für ein schmerzfreies Arbeiten nötig. Wer dann noch alle halbe Stunde die Tätigkeit wechselt, um abwechselnd unterschiedliche Muskeln und Gelenke zu belasten, wird wieder mehr Freude an der Gartenarbeit haben.

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