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Werden Kinder als Gesprächspartner ernst genommen, trägt das zur erfolgreichen Konfliktlösung bei (Foto: Caleb Oquendo/pexels.co)
Werden Kinder als Gesprächspartner ernst genommen, trägt das zur erfolgreichen Konfliktlösung bei (Foto: Caleb Oquendo/pexels.co)

Friedliches Miteinander

Eltern haben in der Erziehung zwei Rollen zu vereinen: Einerseits geht es darum, Akzeptanz zu beweisen – also zuzulassen, dass der heranwachsende Mensch sich im eigenen Tempo entfaltet. Zum anderen darum, Autorität zu zeigen. Wer mit Kindern oder Jugendlichen streitet, bewegt sich immer in diesem Spannungsfeld. Streiten ist ein Teil der Erziehung. Es gibt kein zweifelsfreies Richtig oder Falsch, aber einige Grundregeln:

• Setzen Sie Grenzen. Konflikte gibt es bereits mit Krabbelkindern. Da ist naturgemäß meist keine Diskussion möglich. Doch ein bestimmtes „Nein“ der Eltern verstehen bereits die Kleinsten. Kommunizieren Sie dann bei älteren Kindern ganz klar, was geht und was nicht. Und warum.

• Vermeiden Sie Drohungen. Der Versuch, Kinder mit Strafdrohungen zu kooperativem Verhalten zu bewegen, ist keine geeignete Lösung, denn häufig wird so der Widerstand nur verstärkt. Besser ist es, sie die Folgen ihres Handelns spüren zu lassen – natürlich nur, wenn es sich es sich dabei um vertretbare Folgen handelt. Wenn Ihre Tochter bei Minusgraden trotz aller Warnungen die dünne Sommerjacke anzieht, wird sie schnell bedauern, nicht die Aufforderung zum Tragen einer warmen Jacke befolgt zu haben. Und wenn Ihr Sohn elektronische Medien länger genutzt hat als abgesprochen, wird er sich am nächsten Tag ärgern, wenn der Medienkonsum gestrichen ist.

• Kritisieren Sie nur das Verhalten Ihres Kindes und nicht die Persönlichkeit. Worte wie „Nervensäge“ oder „Dummkopf“ schädigen das Selbstbild des Kindes, bewirken aber nicht, dass es sein Verhalten ändert.

• Hören Sie Ihrem Kind zu und versuchen Sie, es zu verstehen. In Diskussionen wünschen sich Kinder Respekt und Verständnis für ihre Situation. Werden sie als Gesprächspartner ernst genommen und ihre Vorschläge angehört, trägt das zu einer erfolgreichen Konfliktlösung bei.

• Seien Sie ein Vorbild. So können Kinder erleben, wie ein Streit friedlich und konstruktiv besprochen wird. Im besten Fall endet er mit einer Lösung. Grundsätzlich gilt bei allen Konflikten: Immer fair bleiben, ausreden lassen, jeder darf seinen Standpunkt in Ruhe darlegen, keine persönlichkeitsbezogenen, kränkenden oder beleidigenden Angriffe, Kompromisse suchen und akzeptieren.

In manchen Familien hat es sich bewährt, wöchentlich einen Familienrat zu halten. Dabei darf dann jedes Familienmitglied sagen, was ihm am Herzen liegt – Sorgen, Wünsche, Klagen, Pläne, Änderungswünsche zum Taschengeld, zu Schlafenszeiten oder Ausgehen-Regeln. Wichtig: Jeder wird ernst genommen, und die Entscheidungen am Ende der Gesprächsrunde sollten für alle annehmbar sein. Und beherzigen Sie bei Konflikten stets die Weisheit: „Das Leben ist zu kurz, um lange zu streiten!”

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