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Sport: Am besten früh morgens oder abends beim Sonnenuntergang – so erspart man dem Körper eine zu starke Sonnenstrahlung (Foto: Nataliya Vaitkevich/pexels.com)
Sport: Am besten früh morgens oder abends beim Sonnenuntergang – so erspart man dem Körper eine zu starke Sonnenstrahlung (Foto: Nataliya Vaitkevich/pexels.com)

Fit am Strand

Die Neumeyers fahren heuer wieder einmal nach Italien. Die siebenköpfige Familie hat dort Apartments in einem Luxushotel gebucht – direkt am Strand. Papa Gernot freut sich auf den wohlverdienten Urlaub genauso wie die Kinder Julian, Thomas und Caroline. Und selbst die sonst so skeptischen Großeltern können die drei Wochen am Strand kaum erwarten. Nur Mama Isabella hat Bedenken: „Relaxen, ja! Aber wir müssen aufpassen, dass wir uns am all-inclusive-Buffet nicht ständig überessen und danach nur faul in der Sonne liegen. Sport ist für mich neben der Entspannung ein Muss. Auch wenn das die Kinder nicht ganz so sehen“, sagt sie und ergänzt: „Aber auch für meine Eltern ist es wichtig, dass es ausreichend Möglichkeiten für Bewegung im Urlaub gibt.”

Wer kennt das nicht? Jede gesunde Ernährungsweise ist vergessen, sobald der Urlaub ansteht. Das Hotelbuffet lockt, die Sonne lädt zum Herumliegen ein. Endlich entspannen, den Alltag vergessen, ein gutes Buch lesen: Am Strand, in der heißen Sonne, ist die Verführung groß, nichts zu tun. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, auch im Urlaub fit zu bleiben.

Joggen im Sand

Meeresrauschen, eine kühle Brise, kurz nach Sonnenaufgang: Joggen am Strand kann – vor allem, wenn noch keine Touristenmassen unterwegs sind – eine Wohltat für die Seele sein. Das Laufen auf sandigem Untergrund bietet eine komplett neue Trainingsbelastung für den Körper. Der Sand ist weich und reagiert während der Abdruckphase am Boden sehr träge. Dadurch kann die gesamte Kraft nicht wie gewohnt in den nächsten Laufschritt übertragen werden. Um auch im Sand kraftvoll laufen zu können, entwickelt der Körper eine saubere und dynamische Lauftechnik mit flachem Fußaufsatz und kontrolliert das Abdruckverhalten des Fußes automatisch. Dennoch sollte man sich an den weicheren Untergrund erst gewöhnen und zunächst kürzere Strecken einplanen. Etwas einfacher ist es, wenn man an der Wasserkante läuft – dort ist der Untergrund fester.

Das Joggen am Strand ist, im Vergleich zum Laufen auf herkömmlichen Untergründen, um ein Vielfaches anstrengender, jedoch auch effektiver. Die Bein- und Fußmuskulatur wird viel stärker beansprucht. Zusätzlich wird die gesamte Stützmuskulatur des Rumpfes gefordert, um die Unebenheiten des Untergrundes auszugleichen. Der Körper erlernt dadurch selbstständig die natürliche und effizienteste Form des Laufens.

Tipp: Wem das zu anstrengend ist: nicht gleich aufgeben und stattdessen einen flotten Morgenspaziergang am Strand absolvieren.

Yoga & Co

Neben zahlreichen Aktiv-Angeboten, die Hotels und andere Unterkünfte bieten, kann man selbst einfach seine Übungsmatte von daheim mitnehmen und die gewohnten Turnübungen am Strand ausüben. Yoga, Pilates oder einfache Kräftigungsübungen sind hier bestens geeignet – und mit der Natur im Einklang macht der Sport am Strand noch mehr Spaß! Bücher, die das Trainieren ohne Geräte beschreiben, sind ein zusätzlicher Tipp. Die Übungen sind leicht nachzumachen und können notfalls sogar im Hotelzimmer oder auf der Terrasse absolviert werden. Wichtig für jene, die draußen üben: Nie in der prallen Sonne und möglichst nicht in der Mittagszeit (besser: früh morgens oder abends).

Frisbee spielen

Jetzt werden Kindheitserinnerungen wach! Frisbee spielen ist nicht nur spaßig, sondern zugleich ein Workout für die ganze Familie. Hier sorgen Sprints über den Sand für eine Erhöhung des Pulses, die Koordination wird geschult und am nächsten Tag darf man sich in „Muskelkaterstimmung“ wundern, wo die Arme überall Muskeln haben. Die Vorteile: Ein Frisbee braucht nicht viel Platz im Koffer oder lässt sich auch vor Ort besorgen. Außerdem kann das Spiel auch ins Wasser verlegt werden, was für zusätzlichen Widerstand bzw. Kraftaufwand sorgt. Aber Achtung: Im Wasser ist die Sonneneinstrahlung durch die Lichtreflexion viel stärker. Eincremen ist hier ein Muss, ebenso ausreichend trinken und eine Kopfbedeckung.

Tipp: Man kann übrigens so gut wie jede Ballsportund Rückschlagsportart aus der Halle an den Strand verlegen: Volleyball, Handball oder Fußball funktionieren im Sand ebenso gut wie in der Halle, auch „Beachtennis“ ist beliebt.

Kitebuggy & Strandsegler

Unter einem der Sandstrand, über einem der Himmel und dazwischen nur der Wind, der das besondere Gefährt antreibt: Das klingt nach einem wahrhaft sommerlichen Natursport – und ist tatsächlich ein sehr umweltverträglicher Sport am Strand. Während der Strandsegler in einem kajakähnlichen Fahrzeug auf drei Rollen sitzt und der Wind ins Segel bläst, lässt sich der Kitebuggy-Fahrer von seinem Powerkite, einer Art Lenkdrachen, über den Strand ziehen. Bei diesem Sport geht es sowohl um die Geschwindigkeit, als auch um die Wendigkeit des Fahrzeugs.

Den Piloten wird vor allem eine starke Koordinationsleistung abverlangt: Zum einen muss der Drachen gesteuert, zum anderen das Fahrzeug gelenkt werden. Für die rasanten Strandsportarten eignen sich vor allem breite, harte Sandstrände, wie beispielsweise jene der Nordsee.

Da sowohl beim Kitebuggy-Fahren als auch beim Strandsegeln extrem hohe Geschwindigkeiten erreicht werden, sind an vielen Stränden eigene Strandabschnitte für diesen Sport vorgesehen. Für das Strandsegeln ist ein Segelschein nötig und auch das Kitebuggy-Fahren ist in einigen Fahrgebieten nur mit Lizenz möglich.

Tipp: Diverse Kurse und Schulen vor Ort laden zum „Schnuppern“ bzw. zum Ausprobieren ein.

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