Auch, wenn es zwischendurch wieder abkühlt, die durchgehend heißen Sommertage sind da. Für zahlreiche Sonnenanbeter gewiss die schönste Zeit des Jahres. Denn abgesehen von den vielen Freizeitaktivitäten in der frischen Luft, tut die Sonne, in Maßen genossen, auch der Seele gut. Dann fühlen wir uns gleich viel lebendiger als noch mit dem fahlem Teint während der kühlen Wintermonate.
Schäden an der DNA
Doch die Sonnenschein-Idylle hat auch ihre Kehrseite, nämlich in Form der ultravioletten Strahlung des Sonnenlichts, die nicht „nur“ einen Sonnenbrand, sondern gleich mehrere verschiedene Veränderungen unserer Haut zufolge haben kann. Denn die unsichtbaren UVA-, UVB- und UVC-Strahlen sind – ab einer höheren Intensität – schädlich für unsere Körperhülle. Dr. Verena Beck ist Dermatologin in Wien und weiß um die negativen Auswirkungen: „Das UV-Licht verursacht Schäden an der DNA, also unseren Zellen. Der Körper hat zwar Reparaturmechanismen, die gewisse Schäden wieder beheben können, manche allerdings nicht. Diese DNA-Strangbrüche können zu Langzeitschäden, wie etwa den Aktinischen Keratosen (Anm.: lichtbedingte Hautschäden; raue, rötliche und trockene Hautareale, die als Krebsvorstufen bzw. sogenannte präkanzeröse Wucherungen gelten) oder unterschiedlichen Hautkrebsarten, führen.“
Wie viel ein Zuviel an Sonne ist, damit es zu langfristigen Schäden kommt, lässt sich nicht an Zahlen fest machen. „Was man aber weiß, ist, dass durch Sonnenbrände Schäden entstehen, die nach einigen Jahren zu Hautkrebs führen können. Und je tiefer das Licht eindringt, desto größer sind die Schäden“, erklärt die Expertin. So ist die kurzwellige UVB-Strahlung nicht so hautdurchdringend, diese ist etwa für Sonnenbrand verantwortlich. Die UVA-Strahlen dagegen dringen tief bis in die mittlere Hautschicht ein. Sie haben den Beinamen „stille Killer der Sonne”, da sie keine schmerzhaften Symptome hervorrufen. Sie sind eine der Hauptursachen für Falten und Hautalterung sowie ein entscheidender Faktor bei der Entstehung von Hautkrebs.
Leichte Schäden
Sonnenbrand. Die häufigste Folgeerscheinung von ungeschützter Sonnenstrahlung sind Sonnenbrände. „Diese akute Entzündung der Haut kann in leichten Fällen zur Hautrötung führen, ein starker Sonnenbrand ruft dagegen schon Blasenbildung auf der Haut hervor“, so Dr. Beck. Bei einem leichten Sonnenbrand und gering betroffener Fläche kann man kühlende und hautberuhigende Cremes auftragen. „Aber auch eine Rötung ist schon als Verbrennung ersten Grades einzustufen und ich würde da bereits zu einer Therapie mit Cortison raten, da dieses entzündungshemmend ist.“ Ist der Sonnenbrand heftig und viel Körperfläche betroffen, sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden. Wiederholter Sonnenbrand steigert zudem das Risiko für Hautkrebs. „Je mehr Sonnenbrände man in der Kindheit hatte, desto höher ist das Hautkrebsrisiko im Erwachsenenalter.“
„Sonnenallergie“. Eine Reaktion auf Kontakt mit Sonnenstrahlen ist die umgangssprachlich als Sonnenallergie bezeichnete polymorphe Lichtdermatose. „Dabei treten juckende Pusteln und Bläschen auf, die unangenehm sind“, so die Ärztin. Im Akutfall hilft Kühlung und Feuchtigkeit sowie das lokale Auftragen einer Cortisoncreme. Vorbeugend gibt es Sonnencremen, die gut geeignet sind, wobei vor allem auf guten UVA-Schutz zu achten ist. Dr. Beck: „Als Vorbereitung kann man auch sechs Wochen vor dem Urlaub Betacarotin einnehmen, damit erzielt man eine positive Schutzwirkung.“
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