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Wir alle haben unsere tiefverwurzelten Prägungen und auch Narben, die wir von der Kindheit im Unterbewusstsein, wie einen Rucksack, mitschleppen (Foto: everything bagel/iStockphoto.com)
Wir alle haben unsere tiefverwurzelten Prägungen und auch Narben, die wir von der Kindheit im Unterbewusstsein, wie einen Rucksack, mitschleppen (Foto: everything bagel/iStockphoto.com)

Der Schlüssel fürs Beziehungsglück

Schon wieder hat der berühmte Knopf, den das Gegenüber gedrückt hat, die ganz bestimmte Reaktion ausgelöst und wir verstricken uns in Streitigkeiten und haben den Eindruck, nicht von der Stelle zu kommen.

Geprägt von unseren jeweiligen alten Mustern und aktuellen Mindsets agieren wir im Leben und natürlich auch in Beziehungen.

Bei Mindsets handelt sich um grundlegende Annahmen, die ureigene Denkweise, um die Welt besser zu verstehen. Jede Denkweise ist eine Überzeugung von der Welt oder der menschlichen Natur, die nicht ausdrücklich erwähnt wird. Mag. Thomas Rotter, Psychotherapeut (psychotherapie-rotter.at): „Der Begriff Mindset beschreibt in der deutschen Sprache die ,innere‘ Einstellung oder Denkweise einer Person, dazu zählen auch die jeweiligen Glaubenssätze.“ Das zeige sich darin, wie wir einerseits an Dinge herangehen und in bestimmten Situationen reagieren, andererseits aber auch, welche Haltung wir uns selbst gegenüber haben und wie wir auf Herausforderungen und Widerstände reagieren. Der einflüsternde, Heil verheißende, Satz: „Du brauchst nur dein Mindset zu verändern, dann schaffst du es, jedes Ziel zu erreichen“, klingt häufig einfacher als es ist. Denn wir haben alle unsere tiefverwurzelten Prägungen und auch Narben, die wir von der Kindheit im Unterbewusstsein, wie einen Rucksack, mitschleppen. Und all das wirkt sich auch auf unsere Beziehungen aus. In der Partnerschaft sind wir besonders sensibel und so reagieren wir häufig aus dem Erleben des verletzten Kindes und nicht wie ein Erwachsener. Aber die gute Nachricht ist: Veränderung ist möglich.

Denkweisen & Rollenbilder

Unserem Mindset liegen jedoch nicht nur negative, sondern auch positive Erfahrungen zugrunde, und positive Mindsets können eine Quelle und Ressource, ein Werkzeug sein, das wir in unser Leben integrieren können. Mag Rotter: „Dazu zählen z. B. ,Entwicklungsorientierte‘ Denkweisen. Diese sind gekennzeichnet durch die Überzeugung, dass Beziehungen durch Anstrengung, Kommunikation und Lernprozesse wachsen und sich entwickeln können“.

Herrscht hingegen die Annahme vor, dass Eigenschaften des Partners bzw. der Partnerin fix sind und sich nicht ändern lassen, so entsteht eine Neigung, Herausforderungen als Bedrohungen wahrzunehmen und die Beziehung mit Vorbehalten zu belasten. Besteht ein Zweifel an der Integrität oder den Absichten des Partners, entsteht Misstrauen und das führt häufig zu Konflikten. Auch ergibt sich aus dieser Glaubenshaltung eine Neigung, den Partner zu kontrollieren und einschränken zu wollen.

Unsere Prägungen aus der Kindheit haben jedenfalls einen wesentlichen Einfluss auf unser Beziehungsverhalten. Wie haben wir unsere Eltern wahrgenommen? Wie waren ihre Rollen als Frau und Mann, und welche Rollenbilder haben sie gelebt? All das bestimmt unser eigenes Rollenbild und wie wir eine Beziehung führen. Hat der eine das Bild von einer traditionellen Beziehung und demnach klassischen Rollenverteilung, der andere aber nicht, wird es Konflikte geben, die unter Umständen unüberbrückbar sind. Sehen wir hingegen Herausforderungen als Chancen zur Verbesserung unserer Beziehung, werden wir eher bereit sein, an der Beziehung zu arbeiten und uns weiterzuentwickeln. Damit geht dann auch mehr Zufriedenheit in der Partnerschaft einher, was wiederum zu einer offeneren Kommunikation und mehr Beziehungsglück führt. Eine skeptische Einstellung kann hingegen Misstrauen und Unsicherheit in die Beziehung bringen, und es werden dann häufig Anzeichen von Unzulänglichkeiten oder Bedrohungen gesucht, wodurch meist enormer Beziehungs-Stress entsteht. Dieses Mindset kann das Beziehungsglück verringern, da es den Fokus von positiven Aspekten auf negative lenkt.

Lesen Sie weiter: Der Schlüssel fürs Beziehungsglück Teil 2

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