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Am 22. März ist Weltwassertag!

  • Wasser
  • 5 Min. Lesezeit

Wasser – Ein ganz besonderes Element und Lebenselixier: kostbar, erfrischend und wertvoll für Gesundheit und Wohlbefinden

Der Weltwassertag am 22. März soll einmal mehr auf die Bedeutung des Wassers als Lebensgrundlage für die Menschheit, den Schutz der Wasservorkommen und deren nachhaltige Nutzung aufmerksam machen. Schon Sebastian Kneipp wusste seinerzeit den Wert dieses besonderen Elements zu schätzen und appellierte diesbezüglich:

„Darum möge jeder Mensch von der Wiege bis zum Sarge das Wasser in Ehren halten, dem Schöpfer für diese Gabe dankbar sein und sie vernünftig gebrauchen.“

(Sebastian Kneipp, 1821 – 1897)

Das Element Wasser hat in der kneipp’schen Gesundheitslehre einen ganz besonderen Stellenwert. Neben den Säulen Heilpflanzen, gesunder Ernährung, Bewegung und Lebensordnung nimmt es im Rahmen des Kneipp-Programms eine entscheidende Rolle bei der Stärkung des Immunsystems bzw. der Erhaltung und Förderung von Gesundheit und Lebensqualität ein.

Das Repertoire an Kneippanwendungen ist vielseitig

Es gibt kalte, warme, Wechselanwendungen, Wassertreten, Güsse, Bäder, Waschungen, Wickel und Auflagen. Sie alle haben den Sinn, Temperaturreize an die Haut zu bringen und den Körper zu einer Reaktion anzuregen. So werden mit natürlichen Reizen die eigenen Kräfte des Körpers mobilisiert (Immunantwort) und durch regelmäßiges Training gestärkt.

Zum Weltwassertag präsentieren wir Euch an dieser Stelle einige Kneippanwendungen

Ein „kneipp’scher Espresso“ gegen die Frühjahrsmüdigkeit?!

So wird das kalte Armbad auch bezeichnet, das erfrischend wirkt und anregt, ohne aufzuregen. Damit leistet es bei Abgeschlagenheit, Müdigkeit oder bei intensiver Hitzebelastung im Sommer gute Dienste. Dazu erst den rechten, dann den linken Arm so weit wie möglich in kaltes Wasser tauchen und unter leichter Bewegung ca. 10 Sekunden unter Wasser halten. Dabei laut zählen, damit auf das Ausatmen nicht vergessen wird. Danach das Wasser absteifen und durch Bewegung für Wiedererwärmung sorgen. Nicht geeignet ist das kalte Armbad bei organischen Herzkrankheiten, erhöhtem Blutdruck und chronischen, entzündlichen oder degenerativen rheumatischen Veränderungen.

Das kalte Armbad – auch “kneipp’scher Espresso” genannt

Ein Knieguss am Morgen …

… vertreibt Kummer und Sorgen! Naja, so dargestellt vielleicht ein kleines bisschen übertrieben, und doch ist viel Wahres dran an der Aussage, denn ein kalter Knieguss am Morgen – regelmäßig ausgeführt – wirkt nicht nur regulierend auf den Blutdruck, sondern fördert auch die Durchblutung der Rachenschleimhaut und eignet sich gut zur Abhärtung. Außerdem kann er u.a. bei gefäßbedingten Kopfschmerzen und Venenbeschwerden gute Dienste leisten.

So geht’s: Gegossen wird am besten mit einem Gießschlauch oder einem Gießrohr (gebundener Wasserstrahl). Hinten: Beginn an der rechten kleinen Zehe (herzfern), langsam an der Außenseite des Beines hinauf bis zur Kniekehle, dreimal über der Kniekehle hin und her, an der Innenseite des Beines hinab. Dasselbe am linken Bein wiederholen. Vorne: Beginn an der rechten kleinen Zehe, an der Außenseite des Beines hinauf bis Handbreit oberhalb des Knies, oberhalb des Knies dreimal hin und her, an der Innenseite des Beines hinunter. Dasselbe am linken Bein wiederholen. Zum Schluss die Fußsohlen begießen (erst rechts, dann links), das Wasser abstreifen und nur zwischen den Zehen gut abtrocknen, Wollsocken anziehen und Bewegung zur Wiedererwärmung durchführen.

Achtung: Nicht geeignet ist der kalte Knieguss bei arteriellen Durchblutungsstörungen der Beine, Menstruation, Ischiasnervenschmerzen, Harnwegsinfekten und frischen offenen Verletzungen!

Der kalte Knieguss kann gute Dienste leisten …

Wassertreten für ein starkes Immunsystem

Eine einfach durchzuführende, aber sehr effektive Anwendung in Hinblick auf die Stärkung des Immunsystems ist das Wassertreten. Es wirkt außerdem durchblutungsfördernd, kreislaufanregend, venenkräftigend, erfrischend tagsüber und beruhigend am Abend.

So geht’s: Im kalten knapp knietiefen Wasser (Kneipp-Tretanlage, Fußkneipper, Badewanne, Bach, See) mit warmen Beinen und Füßen etwa 20 bis 40 Schritte im Storchengang machen – bei jedem Schritt wird das Bein zur Gänze aus dem Wasser gezogen und dann wieder hineingestellt. Danach das Wasser abstreifen und die Beine im Trockenen warmlaufen.

Achtung: Nicht geeignet ist das Wassertreten bei Durchblutungsstörungen der Beine, frischen Thrombosen, akuten fieberhaften Erkrankungen, Kaltfuß, Menstruation, Neigung zu Harnwegsinfekten, Blasen- und Nierenkrankheiten und Unterleibsinfektionen der Frau!

Einfach, aber effektiv: Das Wassertreten

Wichtig für den Erfolg der Kneippanwendungen ist die Regelmäßigkeit

Ganz allgemein ist bei Kaltanwendungen zu beachten, dass diese stets nur auf warmen Körperregionen erfolgen dürfen und nur wenige Sekunden dauern. Der Kältereiz darf nicht schmerzen – bei Schmerzen sofort abbrechen! Im Zweifelsfall bzw. bei Erkrankungen ist immer der Arzt zu fragen, ob man kneippen darf und welche Anwendung geeignet ist. Viele weitere Tipps und Informationen zur richtigen Durchführung von Kneippanwendungen erhält man bei den Kneipp-Aktiv-Clubs oder in Kneipp-Kuranstalten.

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