Weihnachten steht vor der Tür: Es ist hektisch, die Besorgungslisten sind lang und vor Jahresende müssen noch tausend Dinge erledigt werden. Die Besinnlichkeit kommt trotz guter Vorsätze wieder einmal zu kurz – sehr schade, denn gerade im stressigen Advent würden uns ein paar ruhige Momente nicht nur körperlich, sondern auch seelisch guttun. Wir haben daher einfache 5-Minuten-Besinnlichkeitsrituale gesammelt, mit denen man auch ohne großen Aufwand ein wenig durchatmen und den Weihnachtszauber genießen kann.
5 Minuten Dankbarkeit

Wir kennen die Wunschzettel ans Christkind aus unseren Kindheitstagen. Auch heuer können wir einen Zettel schreiben – mit Dingen, für die wir dankbar sind. Vielleicht, dass es Menschen gibt, die uns lieben? Dass wir gesund sind? Dass wir ein Dach über dem Kopf haben und ein wohlig-warmes Feuer im Kamin knistert? Es gibt viele Dinge, die wir oft als selbstverständlich erachten, denen wir jedoch bei genauerem Hinsehen mit Dankbarkeit begegnen sollten. Unsere Dankbarkeitsliste legen wir dann nach alter Tradition auf die Fensterbank – und lesen sie, wann immer wir das Bedürfnis danach haben. Sofern kein Engerl sie mitnimmt, natürlich. Mehr Infos zu Dankbarkeitsritualen gibt es hier.
5 Minuten schöne Erinnerungen

An die gute alte Zeit sollten wir nicht wehmütig zurückdenken, sondern uns darüber freuen, schöne Dinge erlebt zu haben. Unsere Aufgabe im Advent: ein wenig in Erinnerungen schwelgen und uns beispielsweise ein Fotoalbum von früher ansehen, einen besonderen Song aus unserer Jugend hören oder wieder einmal ein altes Familienrezept kochen. Wer in die Vergangenheit taucht, vergisst nämlich einen Moment lang die Sorgen der Gegenwart.
5 Minuten Auszeit
Diese Besinnlichkeitsübung klingt einfach, zählt aber tatsächlich zu den schwersten Ritualen: sich 5 Minuten lang hinlegen und einfach NICHTS machen. Tatsächlich fällt uns eigentlich immer etwas ein, was wir in diesen 5 Minuten erledigen könnten. Oder das Telefon klingelt, jemand läutet an der Haustür, der Hund will raus, die Katze rein, die Kinder etwas zu essen. Dennoch: Für 5 Minuten am Tag ist absolute Me-time angesagt – denn nur in den seltensten Fällen muss etwas ganz dringend in genau dieser kurzen Zeit erledigt werden. 5 Minuten lang muss die Welt draußen warten, während wir ruhig liegen, den Blick ins Leere schweifen lassen und uns einfach nur auf unsere Atmung konzentrieren.
5 Minuten Weihnachtsduft

Nichts wirkt auf den menschlichen Körper stimulierender als Düfte: Gerüche gelangen über die Nase direkt ins limbische System des Hirns und lösen dort verschiedenste Emotionen aus. Diesmal ist Weihnachtsstimmung gefragt: Wir suchen uns etwas, das für uns nach Weihnachten duftet, und schnuppern intensiv daran. Vanillekipferl, Zimtsterne, Tannenzweige oder eine Duftkerze – ganz nach Lust und Laune. Bei diesem Ritual gilt zu beachten, dass der menschliche Körper konstante Gerüche nach ca. 3 Minuten ausblendet. Deswegen nehmen wir beispielsweise den Duft nach Glühwein und Lebkuchen nur zu Beginn des Weihnachtsmarktsbesuches wahr und gewöhnen uns sehr rasch daran. Wer also 5 Minuten lang Weihnachtsdüfte schnuppern möchte, muss den Duftreiz mindestens einmal wechseln und an zwei verschiedenen Sachen riechen – oder dazwischen kurz den Raum verlassen.
5 Minuten Dunkelheit
Gerade zu Weihnachten strahlt die Festtagsbeleuchtung einfach von überall: blinkende Weihnachtssterne in den Fenstern, Lichterketten in Bäumen, funkelnde Straßendekoration – von Dunkelheit ist auch nach Sonnenuntergang nichts zu sehen. Deswegen: einfach einmal fünf Minuten abschalten – im wahrsten Sinne des Wortes. Licht aus, Rollo schließen oder nach Möglichkeit abends noch raus in den Wald und einfach einmal die Finsternis wirken lassen. Das hilft gegen die Reizüberflutung und stoppt den Weihnachtswahn für einen Moment.
5 Minuten Achtsamkeitstraining

Das Achtsamkeitsritual ist besonders praktisch, da es sich einfach immer und überall in den Alltag integrieren lässt – völlig egal, bei welcher Tätigkeit (außer vielleicht beim Autofahren oder wenn man mit gefährlichen Dingen hantiert). Dabei geht es darum, alles bewusst wahrzunehmen. Ein Beispiel: Wir wickeln ein Geschenk in Weihnachtspapier ein. Wir spüren das knisternde Geschenkspapier unter unseren Finger, wir hören die Schere, riechen vielleicht auch den Karton des Geschenks, sehen das Schimmern der Schleife etc. Wir konzentrieren uns auf jede Sekunde unserer Tätigkeit, als würden wir das Geschenk nicht nebenbei verpacken, sondern als gezielte Abfolge einer Mini-Choreografie. Die Übung lässt sich auch beim Schmücken des Weihnachtsbaums, beim Dekorieren und sogar beim Aufräumen oder unter der Dusche durchführen.
5 Minuten Wellness
5 Minuten am Tag kann man sich ruhig ein wenig Wellness gönnen – unabhängig von Massageinstituten und dem Day Spa. So geht’s: Beide Hände mit gespreizten Fingern an den Hinterkopf legen, Handballen bei den Ohren, Finger zeigen in Richtung Genick, die Daumen liegen links und rechts am Hals. Nun mit den Fingern kräftig den Hinterkopf massieren. Warum gerade hier? Weil sich hier die ersten Stress-Verspannungen bemerkbar machen und das Massieren des Hinterkopfs negative Gedanken vertreiben soll.
5 Minuten Kerzenschein

Obwohl Kerzen zu Weihnachten eine große Rolle spielen, nehmen wir sie oft gar nicht richtig wahr. Mit unserer Besinnlichkeitskerze ist das anders: Wir zünden täglich 5 Minuten lang unsere Kerze an und starren wie ein nachdenklicher Einsiedler in die Flamme. Wer es besonders gemütlich mag, wählt eine Kerze mit Holzdocht (beispielsweise von Knisterglas, Liachtle oder UpCandle), die nicht nur flackern, sondern auch wie ein kleiner Kamin fröhlich vor sich hinknistern. Und wir meinen nicht: Kerze anzünden und nebenbei etwas anderes tun. Sondern: Kerze anzünden. Kerze ansehen. Kerze genießen. Und die Ruhe spüren.










